Evaluation des Jugendprojektes LIFT 

Status

Abgeschlossen

 

Projektleiter

Dr. Lars Balzer

 

Projektteam

Tanja P. Schnoz-Schmied

 

Partnerinstitution

Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft NSW/RSE, Bern

 

Beschreibung des Forschungsprojekts
Das auf drei Jahre (2007-2009) angelegte Pilotprojekt LIFT konzipiert, erprobt und evaluiert neue Ansätze zur Förderung schulisch und sozial schwacher Jugendlicher in Zusammenarbeit mit Schulen, Schulbehörden, Eltern, Berufwahlfachpersonen und der Wirtschaft.
Jugendliche, die Mühe haben könnten, nach Schulende den Übergang ins Berufsleben zu schaffen, werden bereits während der obligatorischen Schulzeit: 
  • frühzeitig individuell erfasst (7. Klasse) 
  • gezielt gefördert (Sozialkompetenz)
  • praxisorientiert gefordert (Wochenarbeitsplätze)
  • professionell begleitet und graduell in die Arbeitswelt eingeführt.
Der Auftrag der Fachstelle Evaluation ist es, LIFT einer Evaluation mit summativen und formativen Aspekten zu unterziehen. Besonders relevant sind dabei Fragen der Wirkungsfeststellung.

 

Methode
Im summativen Evaluationsteil gilt es, u.a. folgende Hypothesen zu prüfen:

a)   Durch LIFT geförderte Jugendliche finden zu mindestens 70-80% (Kriterium definiert vor Projektstart) eine Anschlusslösung nach Abschluss der Schule, deren Wertigkeit grösser (2) liegt. Dabei bedeutet: (0) noch nichts, (1) Brückenangebot/ Motivationssemester/ Berufspraktikum, (2) 10. Schuljahr ohne besondere Perspektiven, (3) Arbeitsplatz für Ungelernte, (4) 10. Schuljahr mit von der Lehrkraft definierten besonderen Perspektiven, (5) EBA, (6) EFZ.

b)   Durch LIFT geförderte Jugendliche finden häufiger eine Anschlusslösung >(2) als vergleichbare Jugendliche ausserhalb von LIFT.

c)   Die Abbrecherquote (ausscheiden aus LIFT ohne zwingenden Grund wie Wegzug etc.) innerhalb von LIFT ist gering.

d)   Durch LIFT geförderte Jugendliche finden eine bessere Anschlusslösung als vergleichbare Jugendliche ausserhalb von LIFT.

e)   Durch LIFT geförderte Jugendliche zeigen eine positive Persönlichkeitsentwicklung sowie mehr erwünschtes bzw. weniger unerwünschtes Verhalten und haben positivere Einstellungen/Haltungen als vergleichbare Jugendliche ausserhalb von LIFT.

f)    Durch LIFT geförderte Jugendliche sind zufriedener als vergleichbare Jugendliche ausserhalb von LIFT.


Zur Hypothesenprüfung wird ein Vergleichsgruppendesign gewählt, in dem über mehrere Messzeitpunkte bei LIFT- und anderen Jugendlichen u.a. Informationen zur Soziodemographie, zur persönlichen Situation, zu ausgewählten Dimensionen von Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz (immer in Selbst-, teilweise auch in Fremdeinschätzung), zu Persönlichkeitseigenschaften sowie zur Ausbildungssituation erhoben werden.

 

Im formativen Evaluationsteil wird ein externer Blick auf das Projektgeschehen innerhalb von LIFT geworfen. Konkret wird herausgearbeitet, wie das Jugendprojekt LIFT insgesamt und in Teilaspekten von verschiedenen Beteiligten und Betroffenen wahrgenommen und eingeschätzt wird und besonders, wo Verbesserungspotential identifiziert wird, um der aktuellen Praxis und möglichen zukünftigen Durchführungen konkrete Handlungsinformationen zur Verfügung zu stellen.

Hierzu werden Interviews mit Schlüsselrollenträgern und weiteren Akteuren zu den Erfahrungen mit LIFT, zum eingeschätzten Nutzen, zu Aufwand und Ertrag, zum Erfüllungsgrad der Erwartungen, zu Streichpotential, zu künftigen Herausforderungen und zu Ratschlägen für eine mögliche Weiterführung geführt.

 

Publikationen

Balzer, L. & Dick, W. (2010). Mieux vaut se frotter au monde du travail dès treize ans déjà, Panorama, 24(2), 22-23.

                                               

Balzer, L. & Dick, W. (2010). Erste Arbeitswelt-Erfahrungen bereits mit 13, Panorama, 24(2), 22-23.

                                              

Balzer, L. (2010). Evaluation Jugendprojekt LIFT – Abschlussbericht. Zollikofen : EHB.

Download
 

Balzer, L. (2010). Zwischenanalyse des Jugendprojektes LIFT aus Sicht der Evaluation – Zwischenbericht. Zollikofen : EHB.

 

Kontaktperson

Dr. Lars Balzer